BOS ↗ Chemische Industrie Januar 2026

ERP-Einführung im Plan: 14 Monate, ohne Rollback

Mittelständischer Hersteller, zwei Werke

Rollbacks nach Go-Live
0
kontrollierte Plan-Anpassung
+6 Wochen
Gesamt-Projektdauer
14 Monate

Ausgangslage

Drei Monate vor dem geplanten Go-Live geriet das ERP-Projekt in Schieflage: Der Implementierungspartner versprach zwar weiterhin den Termin, aber die Indikatoren (offene Tickets, Akzeptanztests, Datenmigrations-Probleme) zeigten in die andere Richtung. Der Vorstand wollte eine zweite, unabhängige Meinung.

Lösung

Wir kamen als BOS-Mentor in das laufende Projekt — nicht als Implementierer, sondern als Sparringspartner für die Projektleitung und den Vorstand. Unsere Aufgabe: kritische Risiken sichtbar machen, Mitigationsstrategien vorschlagen, den Go-Live-Plan realistisch nachschärfen.

Ergebnis

Der Go-Live verschob sich um sechs Wochen — was den Vorstand zunächst geärgert hat, aber rückblickend die teure Variante eines Hypercare-Desasters verhindert hat. Nach dem produktiven Start gab es kein Rollback und keine kritischen Eskalationen.

Ausgangslage

Der Chemie-Mittelständler führte ein neues ERP ein. Implementierungspartner war ein etabliertes Beratungshaus, das Projekt lief seit 12 Monaten. Drei Monate vor Go-Live sah es auf dem Papier gut aus — aber Vorstand und interne Projektleitung hatten ein ungutes Gefühl. Eskalations-Tickets häuften sich, Akzeptanztests wurden verschoben, die Datenmigration zeigte erste Risse.

Vorgehen

Als BOS-Mentor kamen wir mit klarem Auftrag: keine Implementierungsleistung, sondern unabhängige Bewertung der Projektgesundheit. Konkret:

  • Risiko-Audit über drei Wochen: Interviews mit Schlüsselpersonen, Sichtung der Projektdokumentation, Analyse der offenen Tickets
  • Sparring für die interne Projektleitung in den wöchentlichen Steuerungsgremien
  • Eskalations-Beratung für den Vorstand bei kritischen Entscheidungen (z.B. „Go-Live trotz offener Punkte?”)
  • Go-Live-Drehbuch mit klaren Abbruch-Kriterien und Rollback-Strategie

Die Empfehlung nach drei Wochen: Go-Live um sechs Wochen verschieben. Begründung: Drei kritische Akzeptanztests waren noch nicht erfolgreich, die Datenmigration zeigte Inkonsistenzen, und das Key-User-Training hinkte hinter dem Plan.

Ergebnis

Der Vorstand folgte der Empfehlung. Die sechs Wochen wurden genutzt, um die kritischen Punkte zu schließen. Der tatsächliche Go-Live verlief ohne Rollback, ohne kritische Eskalationen, mit hoher User-Akzeptanz. Das Mentoring-Engagement endete mit einer abschließenden Lessons-Learned-Session.

„Den Zeitverlust haben wir später dreifach wieder eingespart — weil Go-Live wirklich produktiv war. Ein verkorkster Start hätte uns Monate gekostet."

— CFO · anonymisiert

Hinweis: Diese Story ist ein repräsentatives Praxis-Szenario, aufgebaut aus Mustern echter Projekte. Namen, Branchen und Kennzahlen wurden anonymisiert. Konkrete Referenzen nennen wir gerne im persönlichen Gespräch.

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