BSS ↗ Lebensmittel-Verarbeitung Februar 2026

Strukturierte ERP-Auswahl spart sechs Monate Projekt-Zeit

Familienunternehmen, drei Produktionsstandorte

Auswahl-Projektdauer
−6 Monate
dokumentierte Anforderungen
240
Anbieter-Trichter mit klaren Kriterien
8 → 3 → 1

Ausgangslage

Der Familienbetrieb stand vor der Ablösung eines 15 Jahre alten ERP-Systems. Erste Workshops mit Anbietern zeigten: Jeder versprach alles, niemand konnte die spezifischen Anforderungen der Lebensmittel-Branche (Chargenrückverfolgung, MHD-Logik, Rückrufmanagement) verbindlich nachweisen. Drohte: ein zweistelliges Millionen-Projekt auf Bauchgefühl-Basis.

Lösung

Wir haben den Auswahlprozess methodisch aufgesetzt: 240 Anforderungen wurden mit Fachabteilungen erfasst und gewichtet. Acht Anbieter durchliefen ein strukturiertes Scoring mit verbindlichen Antworten auf jede Anforderung. Die Top 3 mussten ihre Antworten in einem Workshop am echten Use-Case demonstrieren.

Ergebnis

Der Auswahlprozess war in vier Monaten abgeschlossen statt der ursprünglich geschätzten zehn. Die Vergabe-Entscheidung wurde mit Aufsichtsrat-tauglicher Dokumentation begründet. Beim Go-Live ein Jahr später gab es keine bösen Überraschungen — weil die Anforderungen vorher klar waren.

Ausgangslage

Das Familienunternehmen verarbeitet Lebensmittel an drei Standorten. Das bestehende ERP war 15 Jahre alt, kaum noch wartbar, und die Hersteller-Roadmap zeigte klar in eine andere Richtung als die Bedürfnisse des Betriebs. Eine Ablösung war unausweichlich — aber niemand im Haus hatte Erfahrung mit ERP-Auswahlprozessen.

Vorgehen

Wir haben BSS strukturiert ausgerollt:

Phase 1: Anforderungserfassung. In moderierten Workshops mit allen Fachabteilungen wurden 240 funktionale und nicht-funktionale Anforderungen aufgenommen. Jede Anforderung wurde priorisiert (must-have / should-have / nice-to-have) und mit der jeweiligen Fachabteilung abgezeichnet.

Phase 2: Anbieter-Scoring. Acht in Frage kommende Anbieter erhielten den Anforderungs-Katalog mit der Bitte, je Anforderung verbindlich zu antworten: erfüllt out-of-the-box, erfüllt mit Customizing, nicht möglich. Die Antworten wurden in einer Matrix gegen die Gewichtung gescort.

Phase 3: Use-Case-Demonstration. Die Top 3 Anbieter mussten ihre Antworten an einem realen Use-Case (Chargenrückruf über drei Produktionsschritte) live demonstrieren — vor Geschäftsführung, Produktionsleitung und Aufsichtsrat.

Ergebnis

Nach vier Monaten war die Vergabe-Entscheidung gefallen. Die Dokumentation des Auswahlprozesses war lückenlos und Aufsichtsrat-tauglich. Beim Go-Live ein Jahr später gab es keine grundsätzlichen Funktions-Lücken — weil die kritischen Anforderungen vorher verifiziert worden waren.

„Wir hätten den falschen Anbieter genommen, wenn wir auf die Marketing-Versprechen reingefallen wären. Der strukturierte Prozess hat uns vor einer teuren Fehlentscheidung bewahrt."

— Geschäftsführerin · anonymisiert

Hinweis: Diese Story ist ein repräsentatives Praxis-Szenario, aufgebaut aus Mustern echter Projekte. Namen, Branchen und Kennzahlen wurden anonymisiert. Konkrete Referenzen nennen wir gerne im persönlichen Gespräch.

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