Prozess Analyse ↗ Kunststoffverarbeitung Mai 2026

Prozess-Audit in Eigenleistung deckt versteckte Risiken auf

Mittelständischer Compounder, drei Schichten, 24/7-Betrieb

dokumentierte Schwachstellen
23
hochkritische Risiken behoben
3
Durchlaufzeit in Eigenleistung
8 Wochen

Ausgangslage

Der Compounder produziert im Dreischichtbetrieb. Bei einem Beinahe-Vorfall in der Mischung (falsche Charge eingelagert) wurde dem Geschäftsführer klar: Die operativen Prozesse waren über Jahre gewachsen, aber nie systematisch dokumentiert oder auf Risiken geprüft. Externe Beratung kam aus Kapazitätsgründen nicht in Frage.

Lösung

Wir haben dem Kunden die BOP-Prozess-Analyse-Methodik plus die zugehörigen Werkzeuge übergeben — die Bewertung führte das interne Team selbst durch. In drei Workshops haben wir die Methodik geschult, dann lief das Projekt eigenständig über acht Wochen.

Ergebnis

Das interne Team identifizierte 23 dokumentierte Schwachstellen — drei davon mit hohem Risiko (Chargen-Verwechslung, fehlende Vier-Augen-Kontrolle bei Rezeptur-Änderungen, ungeklärte Rückrufverantwortung). Alle drei wurden binnen vier Monaten geschlossen.

Ausgangslage

Der Compounder ist ein etablierter Mittelständler in der Kunststoffverarbeitung. Drei Schichten, 24/7-Betrieb, hohe Anforderungen an Chargenrückverfolgung. Ein Beinahe-Vorfall — eine falsch eingelagerte Vorprodukt-Charge wurde rechtzeitig vom Schichtführer abgefangen — machte deutlich: Die operativen Prozesse waren nie systematisch auf Risiken geprüft worden.

Externe Beratung kam für den Kunden nicht in Frage. Zum einen aus Budgetgründen, zum anderen wollte das Management vermeiden, dass die Erkenntnisse nur in einem PDF landen und dann in der Schublade.

Vorgehen

Wir haben den Eigenleistungs-Pfad der Prozess Analyse angeboten:

Workshop 1 (1 Tag). Methodik-Übergabe: Wie identifiziere ich Prozess-Schwachstellen strukturiert? Welche Heuristiken nutzen wir? Wie dokumentiere ich Risiken so, dass das Management entscheiden kann?

Workshop 2 (1 Tag). Werkzeug-Übergabe: Die strukturierten Templates (Reifegrad-Matrix, Risiko-Register, Maßnahmen-Profil) wurden am echten Beispiel des Kunden ausgefüllt.

Achtwöchige Selbstanwendung. Das interne Team — bestehend aus Produktionsleitung, QM-Beauftragten und einem Schichtführer pro Schicht — führte die Bewertung in eigenem Tempo durch. Zwei Telefon-Checkpoints mit uns, sonst eigenständig.

Workshop 3 (½ Tag). Ergebnis-Konsolidierung und Priorisierung gemeinsam mit Geschäftsführung.

Ergebnis

Das Team identifizierte 23 dokumentierte Schwachstellen. Drei davon waren hochkritisch:

  1. Bei Chargen-Verwechslungen gab es keinen technischen Stopp — nur einen organisatorischen Check
  2. Rezeptur-Änderungen erforderten keine zweite Freigabe — ein Schichtführer konnte allein eintragen
  3. Im Rückrufprozess war die Verantwortung zwischen Produktion und Qualitätssicherung nicht eindeutig

Alle drei Risiken wurden binnen vier Monaten geschlossen — durch eine Kombination aus organisatorischen Anpassungen und einer kleinen ERP-Erweiterung. Die Erkenntnisse waren im Team gut verankert, weil das Team sie selbst erarbeitet hatte.

„Dass wir das selbst machen konnten, war für uns finanziell entscheidend. Und im Nachhinein: Die Erkenntnisse sind im Team viel besser verankert, als wenn ein externer das gemacht hätte."

— Produktionsleitung · anonymisiert

Hinweis: Diese Story ist ein repräsentatives Praxis-Szenario, aufgebaut aus Mustern echter Projekte. Namen, Branchen und Kennzahlen wurden anonymisiert. Konkrete Referenzen nennen wir gerne im persönlichen Gespräch.

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